Wer kümmert sich
um dich?
Menschen.
Nicht Herkunft.
Eine Informationsseite über internationale Fachkräfte im Gesundheitswesen in Sachsen-Anhalt.
Warum betrifft mich das?
Deutschland fehlen schon heute Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte. Internationale Fachkräfte helfen, Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen am Laufen zu halten.
Fehlen sie, hat das direkte Folgen für Patientinnen und Patienten, also auch für dich: Termine, Operationen oder Pflegeleistungen können sich verzögern oder ganz wegfallen. Das Gesundheitssystem würde zusammenbrechen.
Ohne internationale Fachkräfte geht es nicht
Internationale Fachkräfte sind unverzichtbar für die Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt. Sie helfen dabei, den Fachkräftemangel zu bewältigen, und sichern die Versorgung in Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen.
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Der Fachkräftemangel stellt Deutschland und Sachsen-Anhalt vor große Herausforderungen. Besonders im Gesundheits- und Pflegebereich. Im Jahresdurchschnitt 2025 betraf in Sachsen-Anhalt mehr als jede fünfte offene Stelle einen sogenannten Engpassberuf, für den sich kaum passend qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber finden.
Internationale Fachkräfte leisten deshalb einen entscheidenden Beitrag zur medizinischen Versorgung. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit sind sie unverzichtbar, um den Bedarf an qualifiziertem Personal zu decken und die Versorgung langfristig zu sichern.
Das zeigt sich konkret in Sachsen-Anhalt: Rund jeder fünfte berufstätige Arzt (18,55 %) stammt aus dem Ausland. Das Städtische Klinikum Dessau bringt es auf den Punkt: Ohne internationale Fachkräfte wäre der Krankenhausbetrieb nicht aufrechtzuerhalten.
Strenge Anforderungen für den Berufseinstieg
Internationale Fachkräfte müssen ein aufwendiges und langwieriges Anerkennungsverfahren durchlaufen, bevor sie in Deutschland arbeiten dürfen. Wer diesen Weg erfolgreich meistert, hat bereits viel Zeit, Einsatz und Ausdauer investiert. Dieses Engagement verdient Anerkennung.
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Wer seine medizinische Ausbildung in einem Nicht-EU-Land abgeschlossen hat, darf in Deutschland nicht automatisch im erlernten Beruf arbeiten. Erst wird geprüft, ob Ausbildung und Abschluss dem deutschen Referenzberuf hinsichtlich Dauer, Inhalte und praktischer Ausbildung entsprechen. Dafür müssen zahlreiche Dokumente übersetzt, beglaubigt und bei verschiedenen Stellen eingereicht werden.
Zusätzlich sind Sprachkenntnisse auf mindestens B2-Niveau sowie häufig eine medizinische Fachsprachprüfung erforderlich. Wird die Ausbildung nicht als vollständig gleichwertig anerkannt, müssen Betroffene einen Anpassungslehrgang absolvieren oder eine Kenntnisprüfung bestehen. Die Wartezeiten sind lang: In Sachsen-Anhalt warteten im Juli 2026 mehr als 120 Personen auf eine ärztliche Kenntnisprüfung.
Auch nach vielen Berufsjahren im Herkunftsland gelten Ärztinnen und Ärzte nach erfolgreicher Anerkennung in Deutschland oft als Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger. Bei Pflegefachkräften kann das gesamte Anerkennungsverfahren bis zu zwei Jahre dauern. Während dieser Zeit dürfen viele nur als Hilfskräfte arbeiten und erhalten eine geringere Vergütung, obwohl sie vollständig ausgebildet sind.
Gute Versorgung braucht ein gutes Miteinander
Deutschland konkurriert weltweit um qualifizierte Gesundheitsfachkräfte. Damit internationale Fachkräfte bleiben, brauchen sie nicht nur gute Arbeitsbedingungen, sondern auch ein respektvolles Arbeitsumfeld und gesellschaftliche Wertschätzung.
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Der Mangel an Gesundheitsfachkräften betrifft viele Länder. Nach Angaben der OECD berichteten 2024 insgesamt 15 EU-Staaten von einem Mangel an Pflegekräften und 20 EU-Staaten von einem Ärztemangel.
Internationale Fachkräfte verlassen ihre Heimat, ihre Familien und ihr gewohntes Umfeld, um in Deutschland zu arbeiten und die medizinische Versorgung zu stärken. Ob sie sich für Deutschland entscheiden und auch langfristig bleiben, hängt nicht nur von beruflichen Perspektiven ab, sondern auch davon, wie willkommen sie sich fühlen.
Bundesärztekammer, Deutsche Krankenhausgesellschaft und weitere Gesundheitsverbände warnen, dass rechtspopulistische Migrationsdebatten viele internationale Fachkräfte verunsichern und Deutschland dadurch an Attraktivität verliert.
Internationale Teams sind eine Stärke
Internationale Fachkräfte schließen nicht nur personelle Lücken. Mit ihren Erfahrungen, Sprachkenntnissen und unterschiedlichen Perspektiven bereichern sie den Arbeitsalltag und stärken die Qualität der Gesundheitsversorgung.
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Internationale Teams gehören heute zum Alltag vieler Krankenhäuser. Laut einer Studie des Deutschen Krankenhausinstituts haben nahezu alle Kliniken in Deutschland aktuell oder in den vergangenen fünf Jahren Ärztinnen, Ärzte oder Pflegekräfte aus dem Ausland beschäftigt. 83 % der Krankenhäuser gehen davon aus, dass ihr Anteil in den kommenden fünf Jahren weiter steigen wird.
Die Studie zeigt auch, dass internationale Teams die Versorgungsqualität verbessern. Unterschiedliche kulturelle Hintergründe und Sprachkenntnisse helfen dabei, auf die Bedürfnisse einer vielfältigen Patientenschaft einzugehen und Verständigungsbarrieren abzubauen. Das erleichtert die Kommunikation, stärkt das Vertrauen und verbessert den Zugang zur medizinischen Versorgung.
Am Ende zählt, wer sich um dich kümmert.
Menschen.
Nicht Herkunft.
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Die Kampagne „Wer kümmert sich um dich? Menschen. Nicht Herkunft.“ ist eine gemeinsame Initiative von Menschen aus dem Gesundheitswesen und Studio Neue Museen. Zusammen mit Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen, der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt sowie weiteren Partnern machen wir sichtbar, wie unverzichtbar internationale Fachkräfte für unsere Gesundheitsversorgung sind.
Möglich wurde die Kampagne auch durch engagierte Unterstützung. Matthias Ritzmann verlieh der Kampagne mit seiner Foto- und Videografie ein Gesicht. Studiopositiv begleitete die Entwicklung der Kampagne und der Website.
Die Kampagne versteht sich ausdrücklich nicht als Unterstützung einer politischen Partei. Sie ist ein gesellschaftliches Bekenntnis zu einer Gesundheitsversorgung, die von Menschen getragen wird.
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